Tischtennis Spielgemeinschaft

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Am 9:30 Uhr am Sonntagmorgen traten neben den Spielern Schwierz, Stenzhorn und Walser auch noch 17 Fans den Weg nach Sittard an. Das Los hatte den Verein an der deutsch-holländischen Grenze für die SG FHW als Gegner gebracht.

Die Ergebnisse der ersten Runde waren derart, dass man von einer spannenden und offenen Partie ausgehen konnte. Angekommen in Sittard wurden alle positiven Hoffnungen erfüllt. Ein kleines Spiellokal mit einer Kneipe in der Halle inklusive ca. 80 freundlich enthusiastischen holländischen Fans. Beim Einspielen allerdings sahen sich die FHW-Spieler um Oldie Holger Schwierz doch eher als Außenseiter. Nach dem Spiel teilten uns unsere Gegner aus Sittard mit, ebenso andersherum gedacht zu haben. Ein interessantes Phänomen des Intercups, vor allem wenn man gegen Teams aus anderen Ländern spielt.

Sittard spielte mit der Aufstellung A) Martyn Henstra, B) Renè Hoeksema und C) Sam Geuskens, die SG FHW spielte mit X) Holger Schwierz, Y) Dario Stenzhorn und Z) Christian Walser. Im ersten Einzel spielten Martyn Henstra gegen Dario Stenzhorn. Unser Youngster startete trotz ungewohnter Plastikbälle und tiefhängender Neonröhren stark und konnte den Spitzenspieler der Gäste fordern. Nach gewonnenem zweitem Satz setzte sich hier allerdings die Routine und Abgeklärtheit des holländischen Gegners durch und Dario unterlag mit 1:3. Den Rückstand vor Augen spielte nun Holger Schwierz gegen Renè Hoeksma. Hier waren die Verhältnisse genau umgekehrt. Der junge Holländer agierte von Anfang an nervös und ob der insgesamt beinahe 100 Zuschauer nicht so beflügelt wie Holger. Ein klares 3:0 stand am Ende zu Buche. Nach diesen beiden Einzeln war aber auch klar, dass es ein Spiel auf Messers Schneide werden würde. 

Wirklich toll und absolut erwähnenswert an dieser Stelle waren unsere Gastgeber. Spieler wie Fans waren sportlich fair, sehr gastfreundlich, positiv, heiß. Wegen solcher Teams und solcher Fans aus anderen Ländern ist die SG FHW intercupsüchtig geworden. Aber auch die SG FHW Fans spielen in ihrer eigenen Liga. Nach Auftritten in Österreich, Belgien, Italien und nun Holland verfügt der harte Kern der stets Mitreisenden über ein kleines Orchester aus Trommeln, sogar ein Megaphon ist fester Bestandteil der Ausrüstung.

Im dritten Einzel spielte nun unser Spitzenspieler der Verbandsoberligareserve Christian Walser gegen Sam Geuskens. „Walsie“, der übrigens die Haare schön hat, bemühte sich redlich, hatte aber gegen den flinken Gegner in allen Sätzen keinen Zugriff. Am Ende stand eine in der Höhe doch etwas überraschende 0:3 Niederlage. Beim Zwischenstand von 1:2 war nun schon gehöriger Druck für das nicht eingespielte Doppel Schwierz/Walser. Sittard stellte Henstra und Geuskens. In den ersten beiden Sätzen war die Partie sehr ausgeglichen, beide Sätze gingen über den Zwischenstand von 9:9, jeweils ein Satz ging nach Deutschland und Holland. Mit zunehmender Spieldauer allerdings konnte sich das holländische Duo absetzen. Immer wieder konnten sie Schwierz oder Walser so anspielen, dass die Stärken dieser beiden nicht zum Tragen kamen. Nach vier Sätzen musste man eine 1:3 Niederlage hinnehmen. Im Mannschaftskampf stand es ebenso 1:3 aus Sicht der SG. 

Im vierten Einzel des Tages kam es zur Partie von Martyn Henstry gegen Holger Schwierz. Holger hatte gegen das etwas unorthodoxe Blockspiel des Gegners wenig Mühe. Lediglich bei 2:7 im dritten Satz wurde es mal eng. Wie aber auch die beiden ersten Sätze konnte Holger diesen Satz noch durch neun Punkte in Folge holen und siegte so klar mit 3:0. Die SG startet die Aufholjagd. 

Im Folgenden spielte Dario Stenzhorn gegen Sam Geuskens. Dario startete nicht zum ersten Mal ohne richtiges Konzept frei nach dem Motto „erst mal den Ball reinschmeißen, über eine Taktik nachdenken kann ich während des Ballwechsels noch genug“, was verhängnisvoll sein kann gegen den besten Spieler der Gäste bei einem solchen Spielstand. So richtig klick machte es erst, als Dario bereits drei Matchbälle abgewehrt hatte. Doch dann begann er auf höchstem Niveau dem Gegner die Stirn zu bieten. Eine bereits verloren geglaubte Partie ging tatsächlich in den Entscheidungssatz. Dort kam aber wohl einmal der Gedanke an einen möglichen Sieg auf, denn auf einmal war Dario wieder nervös und der Gegner ging mit 6:0 in Führung. Er kam nochmal auf 6:4 heran, am Ende war es aber die niemals nachlassende Angriffslust des besten Sittarder Spielers Geuskens, die die Entscheidung brachte. Am Ende unterlag Dario nach großem Spiel knapp mit 7:11 im Entscheidungssatz. Wäre Walser nochmal zum Einsatz gekommen, dann wäre hier wirklich noch ein Sieg drin gewesen, aber diese Überlegung bleibt Spekulation. 

Am Ende steht eine 2:4 Niederlage gegen den TV Sittard, bei der nur Holger den Gegnern die Grenzen aufzeigen konnte. Nach einem gemeinsamen chinesischen Buffet und ein paar leckeren holländischen Bierchen trat die SG Truppe die Heimreise so gegen 20:15 am Sonntagabend an. Heimische Gefilde waren gegen 23:30 erreicht. Damit ist die dritte Europareise im Intercup für dieses Jahr beendet, viele können die nächste Runde in 2017 kaum erwarten.

 

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